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Ausgabe vom

Das Land >> Fauna

Da die Karibik vom Festland isoliert ist, hat die Evolution eine eigene Tier- und Pflanzenwelt geschaffen.

Die Tierwelt ist mit ungefähr 13.000 unterschiedliche Landtiere verglichen mit anderen tropischen Ländern eher artenarm, hat aber trotzdem einiges Besonderes zu bieten. Dazu zählen die vom Aussterben bedrohten Spitzkrokodile oder die als "manatí" bezeichneten Seekühe, die wie die Krokodile ihre letzten Rückzugsgebiete in den Sümpfen der Zapata-Halbinsel haben. Dort kann man sie in einer eigene Farm beobachten. Anonsten sind sie fast völlig ausgestorben.

Von den 14 auf Cuba vorkommenden Schlangenarten ist keine giftig. Die Cubanische Schlank-Boa, die in Feuchtgebieten zu Hause ist, erreicht allerdings eine Länge von bis zu 4,5 m.

Vogelkundler zählen 300 Arten von Vögeln auf der Insel. Auf der ganzen Insel verbreitet ist der Weisse Reiher, der in Symbiose mit den Rindern lebt. Auf dem Land wird man auch den unter Naturschutz stehenden aasfressenden schwarzen Rabenreiher sehen.
Als Nationalvogel gilt der Tocororo mit seinen roten, weissen und blauen Federn, die Farben der cubanischen Flagge. Er stirbt in Gefangenschaft und gilt daher als Symbol des Freiheitsdranges.

Von einer ganzen Reihe Tierarten findet sich auf Cuba die jeweils kleinste Ausführung. So z.B. der cubanische Zwergenfrosch (Eleutherodactylus limbatus) oder der Almiqui (ein langschnäuziger Insektenfresser und kleinstes Säugetier der Welt, die kleinste Fledermaus (Natalus lepidus) sowie der Zunzunzito, der kleinste Vogel der Welt (die Kolibriart Bienenelfe (Mellisuga helenae)), der entfernt mit unserem Kanarienvogel verwandt ist.

Die cubanische Regierung bemüht sich durch umfangreiche Aktionen (Sprühen, Beseitigen von Abfällen, Reinigen von Grundstücken, etc.) die Moskitos, welche das Dengue-Fieberübertragen, zu entfernen. Aus diesem Grund empfiehlt sich ein Schutz gegen Mückenstiche, z. B. die Verwendung von Moskitonetzen oder mückenabweisenden Mitteln.

Auch unter Wasser gibt es auf Cuba eine erstaunliche Artenvielfalt: Spanische Galleonen und U-Boote aus neuerer Zeit bilden eine einzigartige Kulisse für Schildkröten, Haie, Rochen, Barrakudas, Engelsfische, Barsche, Jack-Fische, Papageien-Fische, Nacktschnecken, Seesterne, Trigger-Fische und viele andere Arten. Insgesamt gehören fast 900 Fischarten zur Unterwasserwelt, ca. die Hälftedavon ist essbar. Die Sichtweite liegt im Allgemeinen zwischen 15 und 35 Metern, so dass man als Taucher immer in der Lage ist, zu sehen, wer gerade um die nächste Ecke kommt.

Die weitgehend fehlende Industrialisierung hat zumindest den Vorteil, dass sich die Umweltverschmutzung in Grenzen hält. Mit der Einführung von Tetra Pak und Cola- und Bierdosen steht jetzt auch in Cuba das moderne Müllzeitalter vor der Tür.