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Ausgabe vom

Willkommen auf Cuba

»Königin der Antillen, Deine smaragdfarbenen Gewässer glitzern in der tropischen Sonne. Du wäscht Deine felsigen Füße in zorniger Gischt. Wo Du Deine goldenen Strände ausbreitest, umspülen sanfte Wellen Deine Küsten, leise murmelnd, aber mit südlicher Schwärmerei ...«.

So schwärmte 1871 Samuel Hazard.
Durch die Jahrhunderte konzentrierten sich Phantasie, Wunschdenken und Machtgelüste diverser Potentaten und harmloser Träumer, Hoffnung und Elend freiwilliger und unfreiwilliger Einwanderer auf die größte der Antilleninseln.

Häuserfassade in TrinidadHäuserfassade in Trinidad

Immerhin sind ihre Götter mit ihnen an Land gegangen. In Cuba hinge das Geld selbst in den Trauben, glaubten galizische Auswanderer, die zu Anfang dieses Jahrhunderts zu Hunderttausenden in der Hoffnung auf Arbeit ihre regenreiche Heimat verließen und ihr Glück in Cuba versuchten.
»Alle träumten von Cuba«, und als sie die Augen aufmachten, stellten sie fest, daß Trauben hier kaum bekannt sind.

Mit ein wenig Glück lernt man während einer Reise ein Land mit seinen Höhepunkten und Schattenseiten kennen und lieben, das weder ein Paradies ist noch eine Hölle.
Eine relativ kleine Insel mit einer nicht gerade glücklichen Geschichte und Gegenwart, ein Schauplatz, an dem sich unterschiedlichste Kulturen miteinander vermischt haben, ein Land mit großen Naturschönheiten und vielen aufgeschlossenen Menschen, die neugierig sind, zu erfahren, wie es sich woanders lebt.