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Internet-Reiseführer
"Cuba erleben". Herausgeber: Web Travel Guide
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Ausgabe
vom
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Politik >> Staatsform
Cuba ist eine sozialistische Republik mit einem Präsidenten
an der Spitze. 1976 wurde das Selbstverwaltungsorgan der Volksmacht
eingeführt. Die Kandidaten werden nicht von den verschiedenen politischen
Parteien oder der Kommunistischen Partei aufgestellt, sondern von
den wahlberechtigten Bürgern auf Nachbarschafts- und Betriebsebene
vorgeschlagen. Jeder Cubaner über 16 Jahren hat das Recht, jemanden
vorzuschlagen und zu wählen.
Wandmalerei:
Cuba libre |
Die Staatsführung empfiehlt dem Volk, der gesamten
Liste zuzustimmen, wobei jedoch die Möglichkeit besteht, einzelne
Abgeordneten aus der Liste auszuwählen. Offiziell herrscht in Cuba
keine Wahlpflicht, jedoch gehen am Wahltag Vertreter des „Komitees
zur Verteidigung der Revolution“ (CDR) von Haus zu Haus, um die Bürger
davon zu überzeugen, an den Wahlen teilzunehmen. Wer sich nicht daran
hält, muss befürchten, in der Nachbarschaft als antirevolutionär zu
gelten, was sowohl berufliche, als auch private Nachteile nach sich
ziehen kann.
Raul
Castro |
Am 24.2.1993 gingen mehr als 90
Prozent der wahlberechtigten Cubaner an die Urnen. Neben 90% für Fidel
und Raul Castro erhielt auch ein prominenter Nichtkommunist, der Schriftsteller
Miguel Barnet, in seinem Wahllokal über 90 % der Stimmen. Eine grundsätzliche
Opposition drückte sich in sieben Prozent ungültiger Stimmen aus.
Die Nationalversammlung ist mit ihren 589 Abgeordneten das höchste
Organ der Staatsmacht. Sie wählt aus ihren Reihen als Regierung den
34-köpfigen Staatsrat, der der Nationalversammlung gegenüber rechenschaftspflichtig,
die Nationalversammlung wiederum den Provinzen und Munizipien und
diese schliesslich den einzelnen Wahlkreisen. Der Vorsitzende des
Staatsrats ist zugleich Präsident und Vorsitzender des Ministerrates
und damit auch Regierungschef. Dies Funktion erfüllt Fidel Castro,
der auch das Amt des Generalsekretärs der Kommunistischen Partei Cubas
innehat.
Werbeplakat
am Stassenrand: Patria o muerte |
An der Spitze der politischen Organisation steht der PCC (Kommunistische
Partei Kubas) mit ca. 600000 Mitgliedern und Anwärtern. Daneben
gibt es Massenorganisationen wie die in vielen Straßenblocks vertretenen
Komitees zur Verteidigung der Revolution" (Comité
de Defensa de la Revolución, CDR) mit 7,7 Mio. Mitgliedern, die
Frauenvereinigung (Federación de Mujeres Cubanas, FMC) mit 3,6
Mio. Mitgliedern, Gewerkschaften (3,0 Mio. Mitglieder) und der Kommunistische
Jugendverband (Unión de Jovenes Comunistas, UJC) mit 600.000
Mitgliedern.
Die CDR, die jeweils einem Häuserblock zugeordnet ist, hat neben
der Kontrollfunktion auch soziale Aufgaben zu leisten (Blutspenden etc...)
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