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Ausgabe vom

Route 5

> Baracoa
> Holguin
> Guardalavaca



Baracoa
Die kleine Stadt, die erste von Diego Velasquez 1512 errichtete Siedlung und bis 1515 Cubas Hauptstadt, wird von vielen als der zauberhafteste Ort in ganz Cubas betrachtet. Und dies völlig zu recht. Denn die Strassen werden gesäumt von säulenverzierten Schindelhäusern aus der Kolonialzeit. Die Umgebung der Stadt ist erstaunlich fruchtbar und die Hänge sind dicht mit Wäldern sowie Palmen-, Kakao-, Kaffee- und Bananenhainen bedeckt. Aufgrund seiner entlegenen Lage hat das moderne Leben Baracoa weitgehend unbeachtet gelassen. Der Tourismus ist zwar schon bis hier vorgedrungen, hat die Athmosphäre aber noch nicht verdorben. Versuchen Sie, wenn möglich übers Wochenende hier zu sein: Jeden Samstag findet nachts eine wilde Party auf dem Hauptplatz statt.


Holguin
Die Gegend um die heutige Stadt Holguin war schin lange vor Ankunft der Spanier besiedelt. Ein Spähtrupp, den Kolumbus nach seiner Landung am Cabo Bariay ausschickte, berichtete von einer indianischen Siedlung mit über 50 Häusern. Die Stadt, 1523 gegründet, entwickelte sich erst im 19.Jahrhundert, auch da noch langsam. Mir zunehmender Bedeutung von Viehzucht und Zuckerrohranbau gewann die Provinzhauptstadt aber doch allmählich an Gewicht. Ihren Namen verdankt die einem spanischen Kapitän namens Garcia Holguin, der hier Ländereien besass. Nach der Revolution erlebte die Stadt einen rapiden Aufschwung.
Mit Helden bemalte Wand in Holguin

Die viertgrösste Stadt Cubas mit über 200000 Einwohnern hat weniger Ausstrahlung als die anderen grossen Provinzhauptstädte wie Santiago und Camaguey oder der Küstenstreifen im Nodern der Provinz. Trotzdem verdient das grüne Stadtzentrum, dessen rechtwinkliges Strassensystem um fünf Plätze herum angelegt ist, einen Besuch.

Stadtzentrum: Der Mittelpunkt von Holguin ist der Parque Calixto Garcia, benannt nach dem im 19.Jahrhundert hier geborenen Unabhängigkeitshelden, dessen Statue den Platz ziert. An der Südseite steht ein schönes Art-deco-Theater, ander Westseite eine Kunstausstellung mit guten Wechselausstellungen. An der Südostseite bietet eine Buchhandlung eine ausgezeichnete Sammlung englische Literatur über Cuba an. An Wochenendabenden strömt die Jugend auf diesen Platz, um in den Club Siboey eingelassen zu werden.


Guardalavaca
Mit Guardalava sind sie gut beratenn, wenn Sie einen friedlichen Strandurlaub planen, denn der mittelgrosse Urlaubsort ist unbestreitbar der schönstgelegene Cubas: umgeben von einer hinreissenden Landschaft, die zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Sein drei Kilometer langer, gepflegter Sandstrand befindet sich im Westen, wo Cafes sowie Tauch- und Wassersportzentren von einem kleinen Wald beschattet werden. Der Urlaubsort besteht aus kaum mehr als dem Strand und fünf Hotels, in denen sich auch das rege Nachtleben der Region abspielt.

Strand von Guardalavaca

Etwa sechs Kilometer westlich von Guardalavaca liegt Playa Esmeralda, ein kleiner Urlaubsort mit Hubschrauberlandeplatz. Der ein Kilometer lange weisse Sandstrand, der verborgen hinter Palmen und der unbebauten Landspitze liegt und Strandbars, eine ganze Palette von Wassersportmöglichkeiten sowie ein Tauchzentrum bietet, ist mittlerweile so empfehlenswert wie der von Guadalavaca.

Weiter westlich liegt ein historisch bedeutungsvoller Ort: in der Bahia de Bariay ging Christoph Kolumbus am 28.Oktober 1492 auf der Insel an Land. Dass er von der Landschaft beeindruckt war, lässt sich leicht nachvollziehen. Ein bescheidener Gedenkstein erinnert an die Ankunft des spanischen Admirals.