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Ausgabe vom

Tipps und Tricks von A bis Z

Ausreisebestimmungen - Baden - Einreisebestimmungen - Elektrizität - Flughafengebühr - Fotografieren - Gesundheitsvorsorge - Kartenmaterial - Kleidung - Kriminalität - Preise - Sprache - Telefon - Toiletten - Trinkgeld - Währung - Zeit


Ausreisebestimmungen
Touristen über 14 Jahre können bei der Ausreise 50 Zigarren (abweichend von Angaben mancher Reiseführer!) oder 100 Zigarillos oder 200 Zigaretten oder 250g Rauchtabak. 1 Liter Rum (über 22%Alkohol) oder 2 Liter Zwischenerzeugnisse (22% oder weniger), 500g Kaffee. Im Interesse des Artenschutzes (Washingtoner Abkommen) dürfen Mitbringsel aus Krokodilhäuten, Schildkrötenpanzer und Schwarze Koralle nicht ausgeführt werden. Kunsthandwerkliche Gegenstände dürfen mirgenommen werden.


Baden
Die unregelmässigen Küsten Cubas bergen mehr als 300 Naturstrände. Kristallklares Wasser ist eines der Attribute all der schönen Badeorte wie Varadero, Santa María del Mar, Ancón oder Guardalavaca.
Nehmen Sie jedoch Badeschuhe (Seeigel!), starke Sonnecreme, eine Sonnenbrille und ein wasserdichtes Behältnis zum Umhängen mit, in dem Sie Geld, Schlüssel, Ausweis etc beim Baden mit sich tragen können. Sehen Sie eine rote Flagge am Strand, so ist das Baden momentan verboten. FKK ist auf Cuba verboten. Aus Rücksicht auf die landesüblichen Sitten sollte auch auf allzuknappe Bikinis verzichtet werden. Auch das Umziehen am Strand ist hier nicht üblich.


Einreisebestimmungen
Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen zur Einreise einen noch mind. 6 Monate gültigen Reisepass. Gleichzeitig ist eine Touristenkarte erforderlich, die max. 30 Tage gültig ist (gilt nicht für Schweizer), erhältlich bei der diplomatischen Vertretung Cubas und in Reisebüros für etwa 50 DM. Individualreisende müssen die ersten 3 Übernachtungen nachweisen und den Namen des Hotels eintragen. Da es grösstenteils nicht mehr nachgeprüft wird, kann man ohne feste Buchung versuchen, ein real existierendes Hotel einzutragen. (Varadero: Hotel Horizontes Club Tropical, Avenida 1ra., Havanna: Hotel Horizontes Caribbean, Prado Marti) Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Zollfrei eingeführt werden können 200 Zigaretten oder 25 Zigarren (Wer führt schon Zigarren nach Cuba ein??) oder 250g Tabak, 2l Wein oder Spirituosen, Neuwertige Waren (mit Ausnahme von Dingen des persönlichen Bedarfs) im Wert von mehr als 100 US-Dollar werden mit 100% Zoll belegt. Problemlos eingeführt werden können: Foto, Filmkamera, Radio, Walkman, tragbarer CD-Player, Schreibmaschine, Sportgeräte. Alle zollfrei eingeführten Gegenstände müssen bei der Einreise deklariert und bei der Ausreise wieder mitgeführt werden. Verboten ist die Einfuhr von Drogen, Pornografie, Waffen, Explosionsstoffen sowie Tieren und Pflanzen. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Situation des Landes herrscht auch in manchen Touristenzentren Mangel an manchen Dingen. So sollten Sie Dingen wie Filmmaterial, Medikamente, Bücher schon von zu Hause in ausreichender Menge mitnehmen. Sonnenschutzcremes sind in den Hotelshops meist ausreichend vorhanden.


Elektrizität
Auf Cuba kommt 110 Volt/60 Hz aus der Steckdose. Ein Adapter ist meist erforderlich (nur in ganz wenigen Hotels findet man zusätzlich amerikanische Steckdosen).


Flughafengebühr
Die Ausreisesteuer beträgt 20 US-Dollar. Bei manchen Fluggesellschaften ist die Steuer allerdings schon im Preis enthalten, z.B. bei Britannia. Also unbedingt erkundigen und am Flughafen mit Nachdruck darauf hinweisen.


Fotografieren
Abgesehen von Militäranlagen, Flughäfen, Soldaten und Industrieanlagen darf alles fotografiert werden. Die Höflichkeit gebietet es natürlich, die Cubaner vorher zu fragen, wenn man sie fotografieren will. Sie werden gerne zustimmen. Da Cuba so viele lohnenwerte Motive bietet, sollten Sie lieber ein paar Filme mehr einpacken. Auf Cuba selber könnten Sie Probleme bekommen, wenn sie nachkaufen möchten. Vergessen Sie auch die Ersatzbatterien nicht. Die cubanischen Zollbehörden behaupten seit neuestem, dass ihre Röntgengeräte am Flughafen filmsicher sind und darauf weisen sie auch mit grossen Schildern hin. Aus diesem Grund lassen sie sich auch nicht zu einer persönlichen Kontrolle der Fototasche überreden. Man sollte es jedoch auf jeden Fall versuchen, wenn auch auf unseren Filmen kein Schaden zu sehen war.


Gesundheitsvorsorge
Die Gesundheitsvorsorge auf Cuba ist vorbildlich. Selbst in kleineren Gemeinden gibt es Polikliniken. Die Ärzte sind gut ausgebildet und arbeiten zuverlässig. Sie sind selbst auf komplizierte Operationen eingestellt. Die Behandlung ist für alle Cubaner absolut kostenlos, eine grosse Errungenschaft des cubanischen Sozialismus. Touristen haben nur für grössere Eingriffe Gebühren zu bezahlen, die Erste Hilfe ist auch hier kostenlos. Die Bezahlung erfolgt nur in US-Dollar. Die richtigen Medikamente für die Nachbahandlung zu bekommen, ist allerdings wegen dem Handelsembargo und Devisenknappheit schwierig. Die Regierung geht dazu über, Medikamente selbst herzustellen. Wer aber auf seine speziellen Medikamente angewiesen ist, sollte von daheim diese mitbringen. Die Gygiene ist auf Cuba absolut ausreichend. Das Wasser hat (mit Ausnahme von Havanna) keine Trinkwasserqualität, so dass Sie nur abgefülltes Mineralwasser trinken sollten.


Kartenmaterial
Karten für touristische Zwecke sind über den Buchladen gut zu bekommen. Allerdings gibt es keine genaueren Karten als bis zum Massstab 1:1.000.000. Darauf sind zwar alle wichtigen Strassen verzeichnet, jedoch meist nicht auf dem aktuellen Stand. Da es auch nur wenige Wegweiser auf Cuba gibt, sollten jene, die viel mit dem Auto unterwegs ist und sich nicht genau auskennen, öfter mal nach dem Weg fragen. Von FTI-Tours gibt es eine Planmappe, in der nicht nur alle wichtigen Strassen, sondern auch alle Servi-Tankstellen für Touristen und Horizontes-Hotels verzeichnet sind. Von den wichtigen Städten gibt es Übersichtskarten in ausreichender Grösse, in denen Strassen, Plätze, Hotels verzeichnet sind.


Kleidung
Wegen der hohen Temperatur und Luftfeuchtigkeit des subtropischen Klimas empfielt sich leichte Baumwollkleidung. Cubaner legen viel wert auf gute Erscheinung, selbst wenn nur wenig Geld für Kleidung zur Verfügung steht. Dieser Gewohnheit sollte man sich als Tourist anpassen. Auch wenn man es mit zunehmendem Tourismus hin und wieder sehen wird, sollte aus Höäflichkeit darauf verzichtet werden, in Hotelhallen, Restaurants und auf offenen Strassen in Badekleidung herumzulaufen. Am Strand sollte man auf Oben-ohne verzichten, auch in Touristenhochburgen wie Varadero. Trotz der heissen Temperatur sollte man nicht vergessen, einen Pullover oder Jacke mitzunehmen. Nachts im Spätherbst und Winter sowie in den meist gut gelühlten Hotels kann man diese gut gebrauchen. Schitm und Regenmantel kann man dagegen ruhig daheim lassen. Bei den cabaanischen Regengüssen, die eher mit einem Vollbad in der Badewanne vergleichbar sind, helfen diese eh nichts. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit trocken nur jene Sachen, die direkt in der Sonne aufgehängt sind. Gegen die Sonne sollte man sich mit Hut und auf jeden Fall Sonnencreme mit ausreichendem Schutzfaktor schützen.


Kriminalität
Die Cubaner sind gegenüber Besuchern freundlich und hilfsbereit. Als Tourist kann man sich unbeschwert bewegen. Das Land ist sehr sicher. Auch Frauen können hier ohne Probleme alleine reisen. Da die Kriminalität leider in den letzten Jahren ein klein wenig zugenommen hat, sollten Sie hier wie in allen Ländern darauf achten, Wertgegenstände nicht offen herumliegen zu lassen. Bei einem Diebstahl sollten Sie auf jden Fall die Polizei verständigen, schon wegen der Versicherung.


Preise
Um Ihren Urlaub auf Cuba finanziell planen zu können, hier einige Beispiele:
Bier: 1,00 – 2,00 US-Dollar
Rumcocktail: 1,00 – 4,00 US-Dollar
Hauptgericht: 2,00 – 10,00 US-Dollar (je nach Stadt)
Fischgericht: 10,00 – 20,00 US-Dollar
Taxi: Grundgebühr: 1 US-Dollar, 0,50 US-D/km


Sprache
Die Landessprache ist das cubanische Spanisch. Es ist im Gegenstz zum Castellano sehr weich und melodiös in der Aussprache. Auch Wendungen und Wortschatz unterscheiden sich teilweise. In Hotels und touristischen Orten kommt man auch mit Englisch gut weiter.


Telefon
Um ins Auslang zu telefonieren, wählt man zuerst eine 8, dann die Landesnummer (Deutschland: 49, Österreich: 43, Schweiz: 41), die Ortskennzahl ohn die erste 0 sowie die gewünschte Teilnehmernummer. Man kann sich die Telefongespräche auch leicht vom Hotel über die Rezeption vermitteln lassen. Eine Minute Ferngespräch kostet allerdings auf Cuba 5,50 US-Dollar in die Bundesrepublik, Österreich oder Schweiz.


Toiletten
„Donde esta el bano?“ Mit der Frage werden Ihnen gerne überall die Toiletten gezeigt. Man muss allerdings immer eine Münze als Trinkgeld für die Klofrau bereit halten. Die Sanitäranlagen in den Hotels sind zwar manchmal einfach, aber immer absolut sauber und meist neu desinfiziert.


Trinkgeld
Es ist wieder üblich, Trinkgeld zu geben. Die Höhe liegt so bei 10 %. Neben US-Dollarn freuen sich viele Cubanerinnen auch über Seifen, die man von daheim mitgebracht hat. Kugelschreiber sind bei vielen, nicht nur Kleinen, beliebt. Sollte man übrige Kleidung (T-Shirts, Hemden, Jeans) besitzen, wäre es eine nette Geste, sie daheim einzupacken. Hier werden sich sicherlich viele darüber freuen.


Währung
Die Landeswährung ist der cubanische Peso, unterteilt in 100 Cantavos. Für Touristen ist das allerdings ohne Bedeutung, da er damit eh nichts bezahlen kann. Von Touristen wird immer der Dollar gefordert. Sie sollten also ausreichend kleine Dollarnoten mitbringen. Seit 1995 gibt es auch noch die cubanische Touristenwährung, den Peso convertible. Er ist dem Dollar gleichgestellt. Europäische Kreditkarten werden in Hotels, am Flughafen, bei Mietwagen- und Reiseunternehmen akzeptiert, aber man sollte sich nicht immer darauf verlassen, dass die Geräte auch stets funktionieren. Mit Karten wie American Express, Diners Club, Citibank etc. kommt man nirgends durch. Das gleiche gilt für Post-, Euro- und US-Travellerschecks.

Die gute Nachricht für alle Varadero-Besucher lautet: Seit dem 1. Juni 2002 ist der Euro in Varadero als Zahlungsmittel eingeführt. Es entfallen damit die oft zeitaufwendigen Geldumtauschaktionen zu Hause oder am Flughafen.


Zeit
Der Zeitunterschied von Europa nach Cuba beträgt –6 Stunden.