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Internet-Reiseführer
"Cuba erleben". Herausgeber: Web Travel Guide
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Ausgabe
vom
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Wirtschaft
Cubas Wirtschaft beschränkt sich grösstenteils
auf den Agrarsektor. Als kleines Land war es immer angewiesen auf
den Handel mit dem Ausland. Der Zerfall der Ostblockstaaten hatte
darum für den sozialistischen Staat dramatische Konsequenzen.
Als der grösste Zuckerexporteur der Welt leidet Cuba auch an
den extrem niedrigen Weltmarktpreisen und an dem Embargo der USA.
Seitdem versucht Fidel Castro, die Wirtschaft in kleinen Schritten
zu modernisieren. Kleine Teile der Landwirtschaft und des Gewerbes
wurden privatisiert, ausländische Firmen dürfen mit inländischen
Gemeinschaftunternehmen (joint ventures) betreiben und so im Land
investieren. Die Landwirtschaft schwenkt auf andere, neu Produkte
um. Tropische Früchte und Zigarren werden nun hauptsächlich
exportiert.
Lastwagen
bei der Zuckerrohrernte |
In der Industrie haben Dünger, Zement, landwirtschaftliche
Maschinen und immer mehr auch Eisen, Kupger, Nickel, Mangan und Chromerze
Bedeutung.
Die grösste Hoffnung setzt Fidel Castro aber auf den Tourismus.
Schon seit einigen jahren verzeichnet der Tourismus alljährliche
Zuwächse. Touristen sind nicht zuletzt wegen der Dollar, die
so ins Land kommen gern gesehene Gäste. Sie werden zuvorkommend
behandelt und haben auch die Möglichkeit, anders als manche Cubaner,
in Läden mit vollen Regalen einzukaufen.
Steuerzeichen |
Insgesamt leidet Cuba aber auch
weiterhin unter erheblichem Devisenmangel, der sich durch die wirtschaftlichen
Einbußen wegen der Terroranschläge und des Wirbelsturms
noch verschärft hat. Kuba kann kaum dringendste Importe bezahlen
und muss hierfür kurzfristige Kredite zu oft ungünstigen
Bedingungen aufnehmen.
Cubanischer
LKW |
Die seit 1993 durchgeführten
vorsichtigen Maßnahmen im Wirtschaftsbereich - wie die Freigabe
des Dollarbesitzes für Kubaner, die Ermöglichung ausländischer
Investitionen, die Förderung des Tourismus, die Wiedereröffnung
von Agrarmärkten und die begrenzte Zulassung von Kleinstunternehmern
in bestimmten Bereichen - sollen das zentral gelenkte Wirtschaftssystem
effizienter gestalten, ohne dass aber ein Systemwandel beabsichtigt
wäre. Diese Maßnahmen haben die Situation der Bevölkerung
z.T. verbessert, aber auch soziale Unterschiede vergrößert,
denn nicht alle Cubaner kommen mit diesen Neuerungen in Berührung.
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