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Internet-Reiseführer
"Cuba erleben". Herausgeber: Web Travel Guide
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Ausgabe
vom
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Cubanische Zigarren: Die Marken
Cohiba
Aroma: mild bis mittelkräftig, aromatisch
Das Geheimnis der herausragenden Qualität der Cohiba gründet sich
auf drei Besonderheiten. Erstens werden nur die allerbesten Blätter
ausgewählt. Die Cohiba hat Vorrang vor allen anderen, und Avelino
Lara hat bei jeder Ernte die erste Wahl . Ihm stehen die Erzeugnisse
von zehn Plantagen zur Verfügung, wobei er in jedem Jahr nur von
fünf vegas seine Wahl trifft. Zweitens lässt man die Blätter dreimal
fermentieren bei den meisten anderen Havannas nur zweimal. Die dritte
Fermentation findet in der Fabrik statt und kann den Prozeß vom
Blatt bis zur fertigen Zigarre um ganze 18 Monate verlängern. Und
drittens sind die Zigarrenmacher von Laguito die besten in ganz
Kuba.
Die Geschichte der Cohiba:
Die Cohiba ist die Havanna Zigarre schlechthin und ihr geistiger
Urheber ist der Revolutionär Che Guevara. Dieser regte als Verantwortlicher
die kubanische Zigarrenindustrie zur Herstellung an. Sein Ziel war
einfach: "Die Kreation einer Nachrevolutionszigarre die alles übetraf
was vorher produziert worden war". Sie sollte das Nonplusultra werden.
Die Zigarren werden seit 1968 zum größten Teil in der Fabrik "El
Laquito" die in einem der Vororte Havannas im ehemaligen Sitz des
Marquez de "Pina del Rio" untergebracht ist gefertigt. Nur die "Robusto"-
und "Splendido" Formate werden zum Teil in den Fabriken "Partagas"
und "H.Upmann" in Alt Havanna hergestellt. Das Geheimnis der herausragenden
Qualität der Cohiba (Der Name ist das alte Wort der Taino-Indiander
Kubas für Zigarre) gründet auf drei Besonderheiten: Erstens werden
nur die allerbesten Blätter ausgewählt. Die Cohiba hat Vorrang vor
allen anderen und ist aus jeder Ernte die erste Wahl (Die Auswahl
der Auswahl). Ihr stehen die Erzeugnisse von 10 Plantagen zur Verfügung.
Zweitens läßt man die Blätter drei mal fermentieren (Bei den meißten
anderen Zigarren nur zwei mal). Die dritte Fermentation findet in
der Fabrik statt und dauert zusätzliche 18 Monate. Und drittens
sind die Zigarrenmacher, die "torcedores", die besten in ganz Kuba.
Zuerst war die Cohiba für ausländische Würdenträger und Diplomaten
gedacht. Seit der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien wird
sie für den allgemeinen Export produziert.
Cohiba |
Montecristo
Aroma: mittelkräftig bis kräftig.
Die Montecristos mit ihrem typischen dunklen, leicht öligen Deckblatt
und mit ihrem aromareichen Geschmack sind etwas milder als Cohibas;
ihre Mischung beinhaltet weniger ligero. Die No 2 ist sehr kräftig,
wie man das von einer Zigarre mit einem Ringmaß von 52 erwartet.
Besonders zu empfehlen sind die Montecristos No 3, No 4 und No 1.
Die Especial (ein langes Panetela-Format mit zugedrehter Spitze,
ähnlich der Cohiba Lancero) brennt für manche Geschmäcker zu schnell
- mit Ausnahme jener Zigarren, die aus der Laguito-Fabrik kommen.
Die dickere No 1 mit ihrem dunkleren Deckblatt ist da besser. Montecristos
eignen sich nicht besonders gut zum Reifen, abgesehen von den größeren
Formaten, die ab Ringmaß 46 eine zusätzliche Blattart in ihrer Mischung
haben.
Die Geschichte der Montecristo:
Bevor die Cohiba 1982 auf den freien Markt kam, war Montecristo
jahrzehntelang die beliebteste Zigarrenmarke. Dies wohl dadurch,
daß sie auch während und nach dem 2.Weltkrieg durch den Import von
Dunhill in den USA erhältlich war. Nach dem Krieg wurden immer mehr
Formate kreiert um der Nachfrage gerecht zu werden, so daß von den
ursprünglich 4 heute ca. 13 Größen erhältlich sind. Insgesamt hat
dadurch die Spitzenqualität ein wenig gelitten. Aus diesem Grunde
sind insbesondere die auf dem spanischen Markt erhältlichen Puros
nicht zu empfehlen. Dies liegt daran, daß in Spanien mehr als woanders
die Devise gilt: "Masse statt Klasse" und der Preis das alles entscheidende
ist. Deshalb werden in Cuba Zigarren für den spanischen Markt produziert
und gleich mit Steuerzeichen versehen. Ursprünglich befand sich
die Marke im Eigentum der Familie Garcia und Menendez. Sie hatten
die Marke 1935 gegründet. Nach Fidel Castro´s Machtübernahme wanderten
sie, wie viele andere auch, auf die Canarischen Inseln aus. Die
Montecristos werden heute in der Fabrik José Marti (früher H.Upmann)
sowie bei El Laquito (aus der die Cohibas stammen) hergestellt.
Der Name erklärt sich aus dem Brauch den Zigarrenmachern gegen die
aufkommende Langeweile laut vorzulesen. Dabei war der Roman von
Alexandre Dumas "Der Graf von Monte Cristo" (1844/1845) einer der
beliebtesten, wie auch Shakespear´s "Romeo und Julia". Heute dagegen
werden, wenn nicht gerade Musik durch die Lautsprecher ertönt, cubanische
Revolutionsparolen verbreitet. Der Erfolg der Zigarren liegt unter
anderem darin, daß die Ligero-Blätter in speziellem Zedernholz aufbewahrt
werden und das die Puppe besonders geformt wird. Die Zigarren weisen
alle insgesamt dunkle ölige Deckblätter auf.
Montecristo
No.4 |
Romeo y Julieta
Aroma: mittelkräftig
Obwohl schon 1875 von Alvarez y Garcia ins Leben gerufen, wurde
die Romeo y Julieta erst richtig bekannt, als sie 1903 von "Pepin,"
Fernandez Rodriguez, erworben wurde. Er kam viel herum, nahm mit
seinem Pferd Julieta an Rennen in ganz Europa teil und stellte die
größte Auswahl von Zigarrenringen mit persönlicher Note für die
Prominenz seiner Zeit her.
Die Geschichte der Romeo y Julieta:
Dies ist eine der bekanntesten Habana Marken mit den meißten Formaten
- insgesamt über 60. "Pepin" Rodriguez Fernandez war zunächst Leiter
der Fabrik Cabanas. Bevor diese von American Tobacco übernommen
wurde, kaufte er von seinen Ersparnissen 1903 eine ausschließlich
für den cubanischen Markt produzierende Fabrik. Sein großes Engagement
im Ausland machte die Marke so populär, daß er mit seinen 1400 Angestellten
bald in eine größere Fabrik umziehen mußte, wo die Marke noch heute
produziert wird. Insbesondere belieferte er Könige und Staatsoberhäupter,
für die er extra Bauchbinden fertigen ließ. So kam es, daß die Fabrik
eine Zeit lang über 15.000 verschiedene Binden herstellte. Das nach
Winston Churchill benannte Format ist bei weitem das beannteste.
Aber auch die No.1 und No.2 sind sehr beliebt. Unter Kennern sehr
begehrt sind vor allem das Pyramiden-Format, "Belicosos" und die
Robusto "Exhibicion No.4".
Logo
Romeo y Julieta |
H.Upmann
Aroma: mittelkräftig
H. Upmann war Bankier. Er war so vernarrt in die Zigarren, die er
aus Cuba erhielt, daß er im Jahre 1844 nach Havanna zog und sich
als Bankier und Zigarrenhersteller niederließ. Seine Bank schloß
bald ihre Pforten, aber seine Zigarren, von denen jede noch seine
Unterschrift trägt, überlebten und sind ein Beispiel für elegante,
leichte Havannas.
Die Geschichte der H.Upmann:
Ursprünglich war H.Upmann ein Londoner Bankhaus mit einer Zweigstelle
in Habana. Dabei steht das "H" für den deutschstämmigen Gründer
Hermann. Um 1830 begann der eifrige Geschäftsführer der Zweigstelle
in Habana für seine Direktoren in London Zigarren zu verschicken.
Dabei ließ dieser die Zigarren erstmals in Zedernholzkisten verpacken.
und mit dem Banknamen kennzeichnen. Aus dem Export wurde bald ein
regelmäßiges Geschäft. 1844 wurde die Zigarrenmarke eingetragen
und 1845 folgte die Gründung der Fabrik im Zentrum von Habana nahe
dem Capitol. Bi szum beginn der kubanischen Revolution war die Fabrik
im Eigentum der Familie Menendez. Die Familie führte 1930, wiederum
als erste, die mit Zedernholz ausgelegte Aluminium-Hülse ein. Heute
nennt sich die Fabrik José Marti. Täglich werden hier mit ca. 900
Angestellten hundertausend Zigarren produziert. Die Fabrik produziert
die verschiedensten Marken. Darunter finden sich unter anderem auch
Sorten der Marke Montecristo, wie die No.2, No.4 sowie Especial
No.2. Selbstverständlich aber auch ihre eigene H.Upmann Serie und
neuerdings ein Teil der "Cohiba" Siglo- Collection.
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H.Upmann |
La Gloria Cubana
Aroma: mild, aber würzig
Die "La Gloria Cubana" ist eine der berühmtesten kubanischen Marken.
Viele Jahre wurde die Zigarre nicht hergestellt. Die neue "La Gloria
Cubana" ist leicht und sanfte mit hervorragender Verarbeitung. Sehr
geeignet für den "Cuba - Einsteiger".
Die Geschichte der La Gloria Cubana:
Die Marke wird heute in der Partagas Fabrik produziert. Sie wird
überwiegend in aufwendigen 8.9.8 gepackten lackierten Holzkisten
angeboten. Die Zigarren weisen trotz ihres oftmals geringen unscheinbaren
Ringmaßes ein erstaunlich würziges Aroma auf.
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La Gloria Cubana |
Partagas
Aroma: mittelstark bis voller Körper
Partagas wurde als eine der ältesten Zigarrenmarken 1843 von Don
Jaime Partagas gegründet. Die Fabrik befindet sich im Herzen von
Habana in der Altstadt nahe des Capitols, in der auch in einer Parallelstraße
die H.Upmann Fabrik angesiedelt ist. Hier werden über 50 verschiedene
Sorten hergestellt. Sehenswert ist der kolonialzeitlich eingerichtete
Verkaufsraum, in dem man auch schon gerne mal einen "cafe cubano"
trinkt. Die Qualität der Partagas ist nicht immer gleich und weißt
oftmals durch die verwendeten Einlagen einen unterschiedlichen Geschmack
auf.
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Partagas |
Punch
Aroma: mild bis mittelstark
Die zweitälteste noch existierende Marke wurde 1840 von Manuel Lopez
gegründet. Sie wird jedoch mehr mit ihrem letzten Eigentümer Fernando
Palicio in Verbindung gebracht, der auch Hoyo de Monterrey und Belinda
besaß. Er brachte vor allem das Halb-Corona-Format, die Petit Punch
groß heraus. Das Angebot von Punch umfaßt über 40 Formate. Die Zigarren
haben ein duftiges Boyguet und leicht süßen Geschmack.
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Punch |
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