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Ausgabe vom

Zucker: Süsser Saft im Zuckerrohr

Zucker hat die Insel Cuba bekanntgemacht und der Zucker hat die Geschichte der Insel ganz bedeutend mitbestimmt. Lange Zeit hat man sich auf das Geld durch diese Monokulturwirtschaft verlassen. Die sinkenden Weltmarktpreise und die zunehmende Konkurrenz schlagen nun zurück. Auch der Zusammenbruch der Sowjetunion sorgte dafür, dass Cuba als weltweit grösster Zuckerexpoteur auf den Rang 5 zurückgefallen ist.
Mitte des 19.Jahrhunderts stammten knapp über 70 Prozent des cubanischen Einkommens aus der Zuckerrohrernte. Und auch Mitte bis Ende des 20.Jahrhunderts werden noch fast alle Bewohner des Landes mobilisiert, um die annähernd 10 Millionen Tonnen zu ernten.

Lastwagen während der Zuckerrohrernte

Der Zucker selber kommt jedoch ursprünglich aus Südostasien und wurde erst von Kolumbus in die Neue Welt eingeführt. Mit Hilfe der Sklaven wurde daraus auf Cuba eine Massenproduktion, die einigen wenigen grosse Reichtümer brachten und auch der Mittelschicht ein gutes Auskommen bescherte. Andere Wirtschaftszweige wurden jedoch immer vernachlässigt. Erst seit wenigen Jahren sieht man im Tourismus eine weitere wichtige Möglichkeit, an Divisen zu gelangen.

Cuba. ZuckerrohrfelderZuckerrohrfeld

Die Zuckerproduktion
Das Zuckerrohr bedeckt ca. 50 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen Cubas. Von Januar bis Mai kann geerntet werden. Die Blätter werden entfernt. Aus dem Rohr wird in Trommeln der Saft ausgepresst. Dieser wird erhitzt und raffiniert.
Auch die Abfallprodukte werden weiterverwendet. Die verbleibenden Stengel werden für die Papierherstellung verwendet. Die flüssige Masse am Ende der Herstellung ist der Ausgangsstoff für die Rumherstellung.